Landwirtschaft als Herz des ländlichen Raums

Landwirtschaft als Herz des ländlichen Raums

(v.l.n.r.) Jan Ahlers, Burkhard Balz, Birger Lerch, Maria Flachsbarth, Maik Beermann, Frank Schmädeke, Hendrik Frerking

(v.l.n.r.) Jan Ahlers, Burkhard Balz, Birger Lerch, Maria Flachsbarth, Maik Beermann, Frank Schmädeke, Hendrik Frerking

Der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Frank Schmädeke begrüßte kürzlich fachlich versierte Mitglieder aus der CDU-Gemeinde-, Kreis-, Landes-, Bundes- und Europapolitik zu einem landwirtschaftlichen Fachgespräch auf dem Bullenmastbetrieb von Hendrik Frerking in Rodewald. Das Gespräch stand unter dem Motto: „Extensive Mutterkuhhaltung in Kombination mit intensiver Bullenmast – ein betriebswirtschaftlich interessanter Betriebszweig und unverzichtbarer Baustein der regionalen Kultur- und Naturlandschaftspflege ?“.

Der Kreisvorsitzende freute sich besonders die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth zu diesem Fachaustausch begrüßen zu dürfen. Unter anderen waren der Europaabgeordnete Burkhard Balz (Stadthagen), der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (Wendenborstel), der Landtagsabgeordnete Johann-Heinrich Ahlers (Holte) und der Samtgemeindebürgermeisterkandidat Birger Lerch (Linsburg) der Einladung gefolgt.

Die promovierte Tierärztin war sichtlich angetan von der Arbeit, die Hendrik Frerking auf seinem Betrieb mit 400 Mastbullen und etwa 100 Mutterkühen plus Nachzucht verrichtet. Das Futter für die Tiere erzeugt der Landwirt fast ausschließlich selbst. Viel Arbeit macht auch die Erzeugung von Stroh für die Einstreu. Durch die Bewirtschaftung von Grünlandflächen in Landschaftsschutzgebieten des Landkreises trägt der Betrieb insbesondere auch zum Erhalt der hiesigen Kulturlandschaft bei. „Man sieht, dass hier jemand mit Herzblut und Sachverstand bei der Sache ist“, sagte die Staatssekretärin. Die Politik müsse dafür Sorge tragen politische Rahmenbedingungen so zu setzen, dass sich dieser Einsatz auch in Zukunft lohne.

Flachsbarth berichtete weiter von ihrer parlamentarischen Arbeit im Bundestag. Zwischen den Landwirtschaftsministern der Länder, dem Bundesumweltministerium und dem Bundeslandwirtschaftsministerium gäbe es immer noch Meinungsverschiedenheiten, was die Nutzung ökologischer Vorrangflächen angehe. Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern arbeite nach Angaben von Dr. Flachsbarth an einer Lösung, die Auflagen der EU-Kommission zur Düngeverordnung zu erfüllen. Zum Thema Mindestlohn stellte Dr. Flachsbarth eine Übergangslösung für die Jahre 2015 und 2016 in Aussicht, in deren Zeitraum die 16 bundesweiten landwirtschaftlichen Tarifverträge zu einem einheitlichen Tarifvertrag zusammengeführt würden und der Stundenlohn von 8,50 Euro bis 2017 angeglichen würde.

Bürgermeisterkandidat für Steimbke Birger Lerch, Landtagsabgeordneter Jan Ahlers und Kreislandwirt Hendrik Frekring

Bürgermeisterkandidat für Steimbke Birger Lerch, Landtagsabgeordneter Jan Ahlers und Kreislandwirt Hendrik Frerking

„Die Hausaufgabenliste bei uns in Berlin ist lang“, führte Dr. Flachsbarth weiter aus. „Wir müssen den Landwirten helfen, die höheren Tierwohlanforderungen zu finanzieren und entsprechende Investitionen zu tätigen.“

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt läge viel daran, dass die Landwirtschaft Herz und Ankerpunkt des ländlichen Raumes bleibe, berichtete die CDU-Politikerin. „Das geht nur, wenn es auch prosperierende Betriebe gibt und wenn es sich lohnt, zu arbeiten“, sagte sie. „wenn die Landwirtschaft funktioniert, wird auch vieles Drumherum funktionieren!“

„Für die Samtgemeinde Steimbke mit ihrer Fläche von 185 qkm ist die Landwirtschaft ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor, dies zeigen auch die großen in der Samtgemeinde ansässigen Firmen, wie Agrarhandel Bohnhorst GmbH, Schnell Motoren AG oder die neu angesiedelten RWG  und  Fricke Gruppe. Der hiesige Betrieb zeigt, dass Landwirtschaft und Landschaftsschutz zusammen gehören.“ so Bürgermeisterkandidat Birger Lerch.

Flachsbarth versprach einen Dialogprozess mit gesellschaftlichen Gruppen des ländlichen Raums, zu dem selbstverständlich das Landvolk gehöre, aber auch Kirchen, Naturschutzverbände und Gewerkschaften. Der heutige Termin des CDU Kreisverbandes zeige, wie ein solcher Dialog von statten gehen könne, der direkte Draht von Nienburg über Hannover nach Berlin und Brüssel werde hier bereits gelebt und trage Früchte.