Endergebnis der Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz der Bundes-CDU: Eindeutiges Votum des KV Nienburg für Friedrich Merz

Endergebnis der Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz der Bundes-CDU: Eindeutiges Votum des KV Nienburg für Friedrich Merz

Neue Wege für das Mitgliedervotum:
CDU- Kreisverband Nienburg holt Meinungsbild der Mitglieder zum Bundesparteitag ein

NIENBURG.Der neue Bundesparteivorsitz der CDU Deutschlands wird Mitte Januar durch die 1001 Delegierten des 33. Bundesparteitags gewählt. „Die Delegiertenwahl ist bei uns das übliche Vorgehen“, so Dr. Frank Schmädeke, der als Kreisvorsitzender gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Maik Beermann als Delegierter am digitalen Parteitag der Partei in der kommenden Woche teilnehmen wird. „Und in unserem Kreisverband ist es auch üblich, dass wir vor den Parteitagen des Bundes zu einem Kreisparteitag einladen, um ein Stimmungsbild von der Basis aufnehmen zu können“.

Die Nominierung des Bundestagskandidaten war dem Kreisverband als Präsenzveranstaltung geglückt, allerdings war Anfang November schnell klar, dass es zu einem Kreisparteitag im Lockdown nicht mehr kommen würde.

Der Vorstand des Kreisverbandes war sich in seiner damals ersten digitalen Sitzung im November 2020 jedoch einig, dass alle Kreis-Nienburger CDU-Mitglieder individuell hinsichtlich ihres Favoriten für die Neuwahl zum Parteivorsitz befragt werden sollen. „Das ist für mich der Mehrwert einer Mitgliedschaft!“ Betont der heimische Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke. Die basisdemokratische Ausrichtung und darum auch die selbstverständliche Einflussnahme der Mitglieder sei ihm besonders wichtig. „Wir alle sind schließlich gemeinsam die CDU und darum sollten auch alle entscheiden können. Als Delegierter nehme ich das Votum meines Kreisverbandes ernst und werde es weitertragen, damit es in den Bundesparteitag einfließen kann“.

Umgesetzt wurde der Wunsch nach der Befragung der Mitglieder im Dezember auf eine neue Weise, nämlich in Form eines Mitgliederbriefes. Per Mail, telefonisch, mit einer anliegenden Postkarte oder direkt online konnten die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes bis zum 31. Dezember 2020 ihre Stimmen für einen der drei Kandidaten zur Wahl des neuen Parteivorsitzenden abgeben, selbstverständlich anonym. „Wir haben länger überlegt, wie wir wirklich alle Mitglieder erreichen“, erklärt der Kreisvorsitzende. Und dabei war klar, dass ein rein digitales Verfahren nicht für alle Mitglieder in Frage komme. Durch den Mitgliederbrief konnten verschiedene individuelle Möglichkeiten angeboten werden. „Mehr als ein Drittel unserer Mitglieder hat davon Gebrauch gemacht und ihre Stimme für einen der Kandidaten abgegeben, so dass wir mit deren Votum am Bundesparteitag teilnehmen werden“, freuen sich Maik Beermann und Frank Schmädeke.

Was nach wenig klingt ist in Wahrheit mehr als eine Präsenzveranstaltung hervorgebracht hätte, denn an den Kreisparteitagen nehmen in der Regel auch nicht alle Mitglieder teil. „Es war ein erster Versuch basisdemokratisch abzustimmen und wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung!“

Das Votum der Mitglieder fiel, wie beim letzten Mal, recht eindeutig mit 240 der 376 Stimmen für Friedrich Merz aus. „Unsere Parteibasis hat gesprochen und das Ergebnis werde ich durch meine Delegiertenstimme bei der Wahl zum Parteivorsitz zum Ausdruck bringen“, verspricht MdB Maik Beermann.

Mit 97 Stimmen wählten die Kreis Nienburger CDU-Mitglieder Norbert Röttgen zu ihrem Kandidaten und nur 39 konnten sich Armin Laschet als Vorsitzenden vorstellen. „Wir sind also gespannt, zu welchem Ergebnis der Bundesparteitag findet“, so Frank Schmädeke und Maik Beermann abschließend.